Die Auftragslage auf unseren Märkten ist unterschiedlich. Die Entwicklung verhalten optimistisch. Die Unterstützung der neu akquirierten Unternehmen hat Optimierungspotenzial. Viele Gründe, um bei Segment President Dirk Hejnal mal genauer nachzufragen.
Herr Hejnal, wie entwickeln sich die Märkte momentan?
Einige Märkte erholen sich langsam, andere schwächeln mit Verzögerung. Insgesamt ergibt sich damit ein recht ausgeglichenes Bild. Und für unser Segment eine stabile Auftragslage.
Was bedeutet das für die Arbeit von GEA Farm Technologies?
Wir werden unser Augenmerk auf die Unterstützung der stärker betroffenen Märkte legen. Wo momentan keine Verbesserung der Auftragslage in Aussicht steht, gilt es, den Status Quo mit allem denkbaren Engagement zu sichern.
Wie schätzen Sie die Entwicklung des Gesamtmarktes für unser Segment ein?
Wir haben unsere Kapazitäten auf ein leicht besseres Geschäftsklima als 2009 abgestimmt. Das kann aber nur funktionieren, wenn wir auch bereit sind, positive Signale im Unternehmen als solche zu erkennen und Synergien zu nutzen.
… zum Beispiel?
Insbesondere die neu akquirierten Unternehmen besitzen ein Riesenpotenzial und erweitern unser Portfolio auf dem Weg zum Komplettanbieter. Allerdings haben wir – und das sage ich klar und deutlich – erheblichen Optimierungsbedarf bei deren Integration. Wir kaufen diese Unternehmen, weil dort Kompetenzen vorhanden sind, die uns weiterbringen. Deshalb müssen wir auf allen Ebenen offen und bereit sein, dieses Know-How und die damit verbundenen Synergien zu nutzen.
Der asiatische Markt ist immer wieder ein großes Thema. Auch für GEA Farm Technologies?
Unbedingt. In China sind wir mit der neuen Struktur und dem neuen Management auf einem guten Weg. Der Aufbau unserer dortigen Chemieproduktion geht gut voran. Und in Indien etablieren wir derzeit ähnliche Aktivitäten.
Nun gelten insbesondere diese Länder auch als Billigproduktionsländer ...
Ich bin mir bewusst, dass das einigen Sorgen bereitet. Aber unsere Aktivitäten dort sind klar auf den asiatischen Markt fokussiert. Das heißt, wir wollen der dortigen Nachfrage und dem dortigen Bedarf gerecht werden.
Also kein weiterer Stellenabbau?
Wie gesagt - die Auftragslage ist insgesamt gesehen zufriedenstellend. Es sind keine weiteren Personalanpassungen notwendig. Außerdem gestalten wir in der Geschäftsführung unsere Entscheidungen transparent und unsere Kommunikation proaktiv.
Viel Zustimmung kommt momentan aus den europäischen Märkten zu der Entscheidung für die neue Chemieproduktionsstätte in Österreich...
In Sachen Chemie sind Sie wir jetzt in Europa noch besser als zuvor aufgestellt. Durch neue Produktionsstätte in Plainfeld sind wir deutlich flexibler und können preiswerter als bisher produzieren. Damit wird zum Beispiel.B. unsere Circo-Produktlinie noch wettbewerbsfähiger.
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