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20.07.2009    Comments: 0    Categories: GEA Farmtechnologies - die neue Generation      Tags: melkroboter  mione  

2009-07-20

Gute Luft, hochwertiges Futter, frisches Wasser und ein bequemer und sauberer Liegeplatz! Brauchen Kühe etwa noch mehr um hohe Leistungen erbringen zu können? Wir vermuten, dass sie zudem noch gerne in ihrem eigenen Rhythmus gemolken werden möchten. Ab sofort kann GEA Farm Technologies auch diesen Anspruch erfüllen. Die Produktion des MIone ist nämlich erfolgreich gestartet. Der neue Melkroboter MIone steht für Milking Intelligence - für ein Anlagenkonzept, das neue Maßstäbe setzen wird.



MIone ist Teil eines Gesamtkonzepts

Automatische Melksysteme (AMS) gibt es im Markt schon seit geraumer Zeit. Sie wecken bei jemandem, der sich in der Milchproduktion auskennt, in der Regel keine besonderen Emotionen. Das könnte sich wieder ändern. Denn das besondere beim MIone ist, dass er nicht als isolierte Technik „irgendwo" im Stall platziert wird, sondern dass er intelligent in ein schlüssiges Gesamtkonzept eingebunden wird. Dreh und Angelpunkt ist dabei der Melkzentrumsgedanke mit dem MIone als Herzstück.

Kurz zusammengefasst bedeutet es beste Übersicht und Zugänglichkeit für den Betreiber in Bezug auf seine Technik und seine Milchviehherde - und somit höchste Arbeitseffizienz. Und die unmittelbare Nähe des AMS zu dem Abkalbe- und Special Need Bereich wird zudem allen Kühen gerecht: Auch solchen, die temporär von der regulären Herde getrennt gehalten werden sollen.



Zitzenfindung mit 3D


Aber auch die Technik kommt nicht zu kurz: Die Entwickler des MIone haben auch ein neues Zitzenfindungsverfahren entwickelt. Eine 3D-Kamera „sieht" sowohl die Melkbecher als auch die Zitzen, bringt beides direkt in Relation zueinander und sorgt deshalb für ein sicheres und schnelles Ansetzen. Ein weiterer Vorteil gegenüber herkömmlichen Systemen ist bei dieser Technik die Unempfindlichkeit gegen schräg einfallende Lichtquellen.

Zudem erlaubt das Verfahren die Anbringung der Kamera an einem Punkt, wo es bestmöglich gegen Schmutz und eventuelle Tritte geschützt ist. Da bei dem Multibox-Konzept der Roboterarm zum Ansetzen der Melkbecher unmittelbar nach getaner Arbeit zur nächsten Box oder Kuh fährt und während des Melkens niemals unter der Kuh bleibt, vermindert sich systembedingt das Risiko einer möglichen Beschädigung zusätzlich.



Wie funktioniert der MIone nun eigentlich?

Beim MIone handelt es sich um ein Multibox-System, bei dem das Melken je nach Systemgröße in einer bis maximal fünf Boxen parallel möglich ist. Dabei haben die Tiere direkten Zutritt zu jeder freien Melkbox.

Sobald eine Kuh eine freie Melkbox betritt und über die Tiererkennung identifiziert wurde, werden ihre „persönlichen" Daten mit der Datenbank des MIone ausgetauscht. Soll das Tier gemolken werden, beginnt die Anlage mit der Zuteilung der tierindividuellen Kraftfutterration. Dies wird standardmäßig so gesteuert, dass das Futter über den Zeitraum des Ansetzens und der geschätzten Melkdauer zugeteilt wird. Das sorgt dafür, dass die Tiere ruhig stehen. Der mobile Roboterarm, auf dem sich die Kamera für die Zitzenfindung befindet und der das Ansetzen der Melkbecher übernimmt, wird von der Melkbox angefordert, sobald ein melkbereites Tier erkannt wurde und fährt zu dem entsprechenden Platz. Er greift den dort platzierten Melkarm, an dessen Ende sich ein Gestell mit den Melkbechern befindet, fährt ihn unter das Tier und setzt die Melkbecher an die Zitzen.

Nun startet das Melken mit den Arbeitsschritten Zitzenreinigung, Vormelken, Stimulation, Melken und Abnehmen der Melkbecher. Dabei sorgt der Melkarm für eine optimale Positionierung der Melkbecher und Schlauchführung.

Fazit ist ein äußerst effizienter und zeitsparender Melkablauf. Ist die Kuh gemolken, geht sie aus der Box und macht den Weg für die nächste frei.

Der MIone ist ein modulares Multibox-System. Es kann je nach Bedarf mit den Betrieben mitwachsen. Das neue Steuerungskonzept beschleunigt die Datenkommunikation und ermöglicht die Anbindung an das bewährte Herdenmanagementsystem Dairy Plan C21. Hier lässt es sich vom mobilen Ansetzroboter „bedienen". „Die Intelligenz des MIone", so CEO Hejnal, „liegt in der Systemsteuerung und im Gesamtkonzept. Und das ist vor allem eins - zukunftsorientiert. Der MIone ist mehr weit mehr als nur ein Name. Es ist ein Projekt und ein System, das uns die Marktführerschaft im Robotersegment erarbeiten soll."

 
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