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04.06.2009    Comments: 0    Categories: GEA FT - Die neue Generation      Tags: melksystem  ams  

2010-06-04

Kühe mit Klauen- oder Fertilitätsproblemen, Mastitis-Kühe, verletzte Tiere sowie frisch gekalbte Kühe und Färsen - das sind die so genannten „special need cows". Auch bei der Umstellung auf ein automatisches Melksystem (AMS) ist der Umgang mit diesen Tieren von entscheidender Bedeutung.

„Es ist eine grundlegend andere Form der Milchproduktion, auch in Bezug auf das Herdenmanagement. Klar sollen möglichst alle Kühe automatisch gemolken werden. Doch man darf dabei nicht vergessen, dass es in jeder Herde immer Tiere geben wird, die temporär besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Jede Herde hat ihre special need cows - unabhängig welches Melksystem genutzt wird. Mit 8 bis 15 Prozent einer Herde sollte gerechnet werden", erklärt Christian Müller, Director Automated Milking Solutions, Business Unit Milking & Cooling bei GEA Farm Technologies.

Immer mehr Betriebe entscheiden sich für ein AMS. Warum? Das Prinzip ist einfach, denn im Idealfall suchen die Kühe freiwillig, selbständig und zeitlich unabhängig den Melkroboter auf. Sie bewegen sich weitgehend frei zwischen Liege-, Fress- und Melkbereich. Der Einsatz eines Melkroboters stellt geänderte Ansprüche an das Herdenmanagement. Der Zeitfaktor und der routinierte, störungsfreie Ablauf spielen hier eine entscheidende Rolle.

Müller: „Alle Faktoren, die den Routinemelkablauf beeinträchtigen können, verringern die Kapazität des Systems." Deshalb ist das Management der so genannten „special need cows" gerade bei einem AMS von besonderer Bedeutung. „Das richtige Stallkonzept ist der Schlüssel für den Erfolg. Unabhängig davon, ob ein Melkroboter in einen bestehenden oder in einem neu erbauten Stall installiert wird." Damit sich die special need cows optimal in die tägliche Routine integrieren lassen, muss in unmittelbarer Nähe zum Melkzentrum entsprechend Platz berücksichtigt werden. Auch ein Vorwartebereich mit Vor- bzw. Nachselektion erleichtert die tägliche Arbeit gerade mit diesen Tieren. Besonders in Kombination mit einem Multibox-System können so letztlich alle Tiere einer Herde optimal betreut und effizient mit einem automatischen Melksystem gemolken werden.

 
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